Unter Bäumen

Hausproduktion I 90 Min I 10+ | Rahmenprogramm Warum Bienen tanzen

Wer fragt sich, ob Bäume die besseren Menschen sind? Und was wir vom mythenumwobenen Wald lernen können? In der Hausproduktion UNTER BÄUMEN erfahren wir mehr dazu. Wir folgen fünf Büroangestellten, die durch den Wald stolpern, versuchen ein Feuer zu entfachen und verzweifelt das Internet suchen. Ist den Menschen die Natur abhanden gekommen?
Eine Produktion über die Zerrissenheit zwischen Zivilisation und Natur, Struktur und Chaos, Bewusst- und Unterbewusstsein und dem ewigen Hin und Her zwischen den Polen.

“Das Stück vom Autor Jens Nielsen und Regisseur Matthias Grupp zeigt wunderbar überspitzt und lustig was Natur dem Menschen bedeutet. Heute, wo alles online stattfindet. So stolpern die fünf Büromenschen in der Inszenierung durch den Wald, auf der Suche nach dem Handynetz. In solchen Szenen zeigen sich die absurden Abhängigkeiten von unserem digitalen Lebensstil und wie weit sich der Mensch von der Natur entfernt hat.” (Fabienne Nägeli, SRF Regionaljournal Basel Baselland)

“Es sind denn auch tolle Leute auf der Bühne, die im schrägen Spiel aufgehen, allen voran Michael Wolf als alternativ-inspirierter Wichtigtuer und Vivianne Mösli als rastlose Neurotikerin. Gemeinsam mit den drei anderen irren Gestalten verlassen sie die vertraute Grossstadt und machen sich auf, den Wald zu entdecken.” (Mélanie Honegger, BZ)

Unsere Theatersaison 2022 widmen wir mit zwei Hausproduktionen und einem ausführlichen Rahmenprogramm den Themen Natur und Biodiversität.

Hausproduktion UNTER BÄUMEN Premiere 29. April 2022
Hausproduktion EXPEDITION TIERREICH Premiere 21. Oktober 2022

WARUM BIENEN TANZEN Rahmenprogramm zur neuen Hausproduktion EXPEDITION TIERREICH
Die bedrohte Biodiversität und die riesige Vielfalt von Lebensformen in der Flora und Fauna: Das Vorstadttheater Basel legt dieses Jahr den Fokus auf die Natur. Innerhalb der Reihe WARUM BIENEN TANZEN zeigen wir neben unserer neuen Hausproduktion abwechslungsreiche Gastproduktionen und weitere thematisch Veranstaltungen. In diesem Zuge zeigen wir auch nochmals eine Wiederaufnahme unserer Hausproduktion UNTER BÄUMEN.

Besetzung

Spiel: David Speiser, Dominique Müller, Gina Durler, Michael Wolf, Vivianne Mösli
Text: Jens Nielsen
Regie: Matthias Grupp
Musik: Martin Gantenbein
Choreographie: Bea Nichele-Wiggli
Bühnenbild: Fabian Nichele
Kostümbild: Benjamin Burgunder
Technik: Christian Foskett, Lukas Hohl, Kim Kästli
Dramaturgie und Produktionsleitung: Ronja Rinderknecht
Regieassistenz: Sangita Singh

Text I zum Stück von Jens Nielsen

Ich habe keine Angst im Wald
Ich habe keine Angst vor Füchsen
Ich habe keine Angst vor Wölfen
Ich habe keine Angst vor Luchsen
Lachsen   

Menschenaffen
Fleischfressenden Pflanzen
Kröten
Vor den Wald-Flamingos habe ich keine Angst
Ich habe keine Angst vor Engerlingen
Schlangen
Keine Angst vor Eulen

Nicht einmal vor Mäusen habe ich Angst

Vor Mäusen
Lächerlich 
Und überhaupt gar keine Angst hab ich vor Waldkaninchen
Ausser wenn sie sieben Meter gross sind
Dann
Vor sieben Meter grossen Waldkaninchen habe ich 
Zugegeben
(Angst)
(Ein wenig
Ziemlich wenig
Keine fast)

Autor der Gedichte: Jens Nielsen

Texte der Premierenklasse

Diese Texte wurden verfasst von der Klasse 1b, Gymnasium Bäumlihof, Basel. Sie entstanden an einem schönen Frühlingstag «unter Bäumen», fernab vom Schulbetrieb. Die 1b hat die Arbeit an der Produktion «Unter Bäumen» als sogenannte «Premierenklasse» begleitet. 

Premierenklasse

Jeweils eine Schulklasse begleitet den Probenprozess zu einer Hausproduktion. Die Klasse besucht Proben, verbringt Schulstunden in der Schule mit einer Person aus dem Produktionsteam oder der/m Theaterpädagog:in des Vorstadttheater Basel. Die Klasse hat exklusive Einblicke, besucht Durchläufe, produziert eigene Inhalte wie Texte, Bilder, kleine Stücke oder Audiodateien und ist im Gespräch mit dem Produktionsteam. Die Beiträge der Schulklasse werden im Theater ausgestellt.

Wir freuen uns über interessierte Klassen unter schule@vorstadttheaterbasel.ch

Text II zum Stück von Jens Nielsen

Kastanien

B        Habe ich von Kastanien schon gesprochen
           Dass sie einem auf den Kopf fallen im Herbst
           Wenn man morgens unterwegs zur Arbeit ist
           Und sie eine Wunde machen an der Fontanelle
A         Die sich eventuell entzündet
B         Und nach weiteren Kastanien
A         Vor allem wenn man stehen bleibt
B         Und weiteren Entzündungen
            Ein Loch im Kopf sich bildet
            Sodass die Kastanien durch das Loch
            In den Kopf hineinfallen und keimen
A         Wurzeln schlagen im Gehirn
B         Die den Hals hinunterwachsen
           In den Bauch und in die Beine
           Durch die Fußsohlen hinaus und in den Boden
           Man möchte nun doch weitergehen
           Aber damit ist jetzt Schluss
           Anfangs könnte man sich noch verpflanzen lassen
           Ins Büro oder nach Hause
           Und man bittet einen Gärtner der vorbeikommt
           Aber er sagt Nein es ist zu spät
A         Eine Weile später reißt der ganze Körper auf
            Auch das Gesicht wird auf die Oberfläche des
            Kastanienbaums gespannt
            Es wird zu Rinde
            Man verholzt

Unterstützung

Mit freundlicher Unterstützung des Präsidialdepartements des Kantons Basel-Stadt Abteilung Kultur,

der Jürg George Bürki-Stiftung, des Leimenthaler Kulturpools, der Forlen Stiftung und der Schweizerischen Interpretenstiftung.

Herzlichen Dank!

 


 

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Weitere Pressestimmen

“Unter Bäumen ist ein verdichteter Text, der Ausflüge in die Fantasie unternimmt und Figuren zeigt, die aus dem Staunen über sich und die sie umgebende Welt nicht mehr herauskommen. (...) Worauf soll man sich einigen? Dass den Menschen die Natur abhanden kommt oder dass die Natur auf den Menschen pfeift? Die Inszenierung von Matthias Grupp hat ihre stärksten Momente da, wo sie dem Text vertraut und ihn nicht illustriert. Wenn etwa die Angestellten, durch den Wald strauchelnd das Internet suchen, werden jene Abhängigkeiten sichtbar die das digitale Dasein mit sich bringt. Da wird auch die Sehnsucht greifbar nach etwas, was Sinn macht und Gemeinschaft stiftet.”  (Kaa Linder, SRF Kultur kompakt)

Dezember 22

31. Sa, 21h

Januar 23

11. Mi, 10h30 13. Fr, 20h 14. Sa, 20h 15. So, 11h 17. Di, 10h30

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