Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute

von Jens Raschke | Gastspiel La Grenouille Biel/Bienne | 70 Min | 9+

Eine Parabel über kollektives Wegsehen. Ein starkes Plädoyer für Zivilcourage und nicht zuletzt dafür, den Blick vor Unrecht nicht zu verschliessen. Fesselnd, poetisch, witzig und berührend. Wegsehen oder Hinsehen? Bär oder Pavian?

Mama und Papa Pavian, Herr und Frau Mufflon, Enten, Schwäne und das Murmeltiermädchen leben zufrieden im Zoo. Es geht ihnen gut, besser als vielen anderen Tieren, obwohl neulich das bengalische Nashorn gestorben ist. Eines morgens lag es steif in seinem Gehege. Dann kommt ein neues Tier in den Zoo: ein Bär. Der stellt viele Fragen. Das passt den anderen gar nicht. Der Bär soll sich raushalten, sonst bringt er sich und die anderen in Gefahr. Eine Parabel über kollektives Wegsehen und ein starkes Plädoyer für die Zivilcourage. Poetisch, witzig und berührend.

HINTERGRUND 

Es hat ihn tatsächlich gegeben, einen Zoo neben dem Konzentrationslager Buchenwald, zum Amüsement der Bevölkerung und der Familien der Aufseher. Jens Raschke hat aus dieser Tatsache einen der bedeutendsten Theatertexte für junges Publikum und eine neue, zeitgemässe Form der Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit und unserer Gegenwart geschrieben. Ein Stück über die Frage Bär oder Pavian? Wegsehen oder Hinsehen.

DER AUTOR JENS RASCHKE 

Jens Raschke wurde 1970 geboren. Nach einem geisteswissenschaftlichen Studium arbeitete er mehrere Jahre lang als Dramaturg (Schauspielhaus Kiel, Theater am Neumarkt Zürich, Folkwang-Universität Essen u.a.), bevor er 2007/08 seine ersten eigenen Inszenierungen am Theater im Werftpark, dem Kinder- und Jugendtheater am Theater Kiel, vorlegte, wo bis 2013 ein rundes Dutzend weiterer Regiearbeiten folgte. Erste eigene Stücke entstanden sehr bald. Jens Raschke lebt und arbeitet in Kiel.

Das Stück WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE ist zweifach preisgekrönt, mit dem 1. Preis Deutscher Kindertheaterpreis 2014 und mit dem 1. Preis Kaas & Kappes niederländisch-deutscher Dramatikerpreis 2014. 

Besetzung

Spiel Arthur Baratta, Nicole Bachmann, Clea Eden, Christoff Raphaël Mortagne

Regie Julien Schmutz

Tourneeförderung Corodis und La Loterie Romande

Pressestimmen

«…eine 70-minütige Parabel, die einen immer wieder hin und her schweifen lässt, zwischen stiller Nachdenklichkeit, Lachen und beinahe Weinen. (…) die Inszenierung von Gastregisseur Julien Schmutz (…) erschafft zusammen mit den Schauspielerinnen und Schauspielern eine glaubhafte Welt, die über den Bühnenrand hinaus schwappt.» Bieler Tagblatt 04.05.2021

Februar 22

10. Do, 10h30 11. Fr, 10h30 12. Sa, 19h 13. So, 11h

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