Bambi

Eine Lebensgeschichte aus dem Walde

Eine Lebensgeschichte aus dem Walde: Das Rehkitz Bambi wird im schützenden Dickicht geboren und von seiner Mutter liebevoll ins Leben eingeweiht. So wie der Wald sich in den Jahreszeiten verändert, so wandelt sich das verspielte Rehkitz zum kraftvollen Rehbock, der schlussendlich als ergrauter Fürst des Waldes seine Erfahrungen weitergibt.

Das Vorstadttheater Basel entdeckt den Originalroman von Felix Salten wieder und erzählt eine Geschichte über den Zyklus des Lebens – über Kindheit und Erwachsenwerden, über Alter und Abschied und über den ewigen Kreislauf der Dinge.

Ein Stück voller Poesie, Witz und Tiefe für alle ab 8 Jahren.

Pressestimme
«Beste Theaterunterhaltung.»
«Die rund fünf Viertelstunden dauernde Aufführung lebt von der vortrefflichen Bühnenpräsenz des Darstellertrios. Angetrieben durch eine Inszenierung, die mit vielen wunderbar fantasievollen Einfällen glänzt, schaffen sie ein atmosphärisch dichtes Gesamtbild, welches das Publikum sogleich in den Bann zieht und bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Die Inszenierung baut fesselnde und unheimliche Spannungsmomente auf und lockert das Ganze mit vortrefflichem Witz auf. Und sie schafft es, die gefährlichen Klippen des Kitsches und allzu triefender Sentimentalität geschickt zu umschiffen.
(..) «Bambi» auf der Bühne des Vorstadttheaters ist eine poetisch liebevoll, durchaus ernsthaft, aber auch mit viel Humor erzählte Geschichte über das Erwachsenwerden, über Liebe, Freundschaft, Autorität, das Besitzdenken, den Kreislauf der Natur, den Wechsel der Jahreszeiten, über die Frage nach dem Sinn des Lebens. Das klingt jetzt nach ganz schön viel Tiefgang. Davon sollte man sich aber keinesfalls von einem Besuch der Aufführung abhalten lassen. Denn «Bambi» ist in allererster Linie beste Theaterunterhaltung.»
die tageswoche

«Mehr als nur eine rührselige Geschichte aus dem Walde»
„Bambi“, das für Kinder von acht Jahren an gespielt wird, basiert auf dem Kinderbuch von Felix Salten über ein Rehkitz, das seine Mama verliert. Aber bei den Schweizern ist der Klassiker mehr als eine rührselige Geschichte aus dem Walde. Die Figuren, die Alireza Bayram, Gina Durler und Michael Schwager darstellen, sind Tier und Mensch zugleich – und ihr doppelbödiges Theater ist nicht nur schauspielerisch brillant, sondern sie spicken es auch mit köstlichen Tanzeinlagen. Sie wechseln die Rollen, flüchten in Slowmotion vor dem Jäger, – und vermitteln dabei unaufgeregt das ABC des Theaters, das Gefühle, Krisen und menschliche Zustände sichtbar machen kann. Ganz selbstverständlich wird Barockmusik eingespielt und nebenbei das Gehör der jungen Besucher geschult. „Bambi“ ist witzig, melancholisch, geistreich – und philosophisch. Denn auch wenn die jungen Zuschauer beim ersten Kuss zwischen Bambi und Feline kichern müssen, ist die erste Liebe doch nur eine Etappe im ewigen Stirb und Werde. Schwermütig hängen in einer Szene zwei Blätter an einem Baumstamm und sinnieren, wie es wohl sein wird, wenn auch sie abfallen werden. „Ob man noch etwas fühlt?“, fragt das eine Blatt. „Es ist noch keiner zurückgekommen, um es zu erzählen“, antwortet das andere.
Stuttgarter Zeitung (D) im Rahmen des internationalen Festivals «Schöne Aussichten»

aus «Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde»:
«Es ist nicht mehr wie früher», sagte das eine Blatt. «Nein», erwiderte das andere. «Heute Nacht sind wieder so viele von uns davon…» […] «Man weiss nicht, wen es trifft», sagte das Erste […] Das Zweite fragte: «Was geschieht mit uns, wenn wir abfallen…?» «Wir sinken hinunter…» «Was ist da unten?» Das Erste antwortete: «Ich weiss es nicht. Der eine sagt das, der andere sagt dies… aber niemand weiss es.» […] Wieder schwiegen sie.

«Was für ein schönes Kind», rief die Elster. Sie bekam keine Antwort und sprach eifrig weiter. «Wie erstaunlich, dass es gleich stehen und gehen kann! Wie interessant! Ich habe das noch nie in meinem Leben gesehen. […] Ich bitte Sie, wie umständlich und wie mühsam geht es bei uns zu in diesen Dingen. Da können sich die Kinder nicht rühren, wenn sie aus dem Ei sind, liegen hilflos im Nest und brauchen eine Pflege, eine Pflege, sage ich Ihnen, von der machen sie sich natürlich keinen Begriff.» […] «Verzeihen Sie», erwiderte Bambis Mutter, «ich habe nicht zugehört.» Die Elster flog davon. «Dumme Person», dachte sie für sich, «vornehm, aber dumm!»

von Felix Salten, Unionsverlag 2012

 

Kanton Basel-Stadt, Kanton Basel-Landschaft, Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung, GGG Basel, Migros-Kulturprozent, Scheidegger-Thommen-Stiftung

Vorstadttheater unterwegs

8+
Dauer
 70 Minuten

REGIE
Matthias Grupp
SPIEL
Vlad Chiriac, Gina Durler, Michael Schwager
KOSTÜME
Eva Butzkies
BÜHNENBILD
Andreas Bächli
SOUND
Michael Studer
PRODUKTIONSLEITUNG
Britta Graf
REGIEASSISTENZ
Leon Wierer
OEIL EXTÉRIEUR
Ueli Blum

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